Seitdem das Touristenwerk in Katalonien die Selbstfahrer-Route im Jahr 2021 eingeführt hat, zieht das Erlebnis immer mehr Menschen an, die Spanien fernab des Massentourismus entdecken möchten. Die Grande Tour de Catalunya umschifft weitgehend die überlaufenen Touristen-Hotspots und setzt stattdessen auf Orte mit kultureller Tiefe, kulinarische Reize und facettenreiche Naturparadiese.
Ein Grund für den Erfolg dürfte auch die modulare Routenführung sein: Reisende können die Tour an ihre persönliche Zeitplanung und Reiselust anpassen. Seit 2026 haben die Veranstalter dabei auch E-Autos und Gravelbiker im Blick. Vom Camper bis zum Zweirad eignet sich die Route inzwischen für die meisten Reisevehikel.
Wer sich auf die Reise durch Katalonien begibt, erkundet auf der Grande Tour de Catalunya vier große Themengebiete: die mächtigen Berge der Pyrenäen, die aufregenden Küsten der Costa Brava, den Charme historischer Mittelmeerstädte und die kulinarischen Highlights der katalanischen Weinberge.
Die große Tour, auch ikonische Tour genannt, führt in 13 Tagen über rund 2.000 Kilometer durch Katalonien. Wer es lieber kompakter mag, kann die Grande Tour in vier bis sieben Tagen absolvieren.
Eigentlich beginnt die Route direkt in Barcelona, doch für Camper, die aus Frankreich anreisen, eignen sich die Pyrenäen bei La Seu d’Urgell oder die Grenzstadt Figueres ebenso als Tor zum katalanischen Abenteuer.
Gerade im nördlichen Teil vereint die Grande Tour die imposanten Pyrenäen – etwa am 2.500 Meter hohen Pedraforca – mit den weißen Stränden der Costa Brava. In Figueres angekommen, schlängelt sich die Route durch berühmte Küstenorte wie Tossa de Mar und passiert Girona mit seiner mittelalterlichen Altstadt. Abstecher ins Landesinnere sorgen für Abwechslung von den Küstenstreifen, bevor Reisende schließlich das pulsierende Herz Kataloniens erreichen: die Metropole Barcelona.
Hinter Barcelona warten das atemberaubende Kloster Santa Maria de Montserrat und später die Hafenstadt Tarragona mit ihren vielen gut erhaltenen Stadtruinen aus der Römerzeit. Vogelbeobachter werden im Ebrodelta sicherlich die Flamingos bestaunen, bevor die Route am Ebro entlang nach Horta zurück in die Berge führt, wo sich einst Picasso verliebt haben soll.
Es ist das erklärte Ziel der Grande Tour von Katalonien, den Reisenden neue Facetten der Region zu zeigen. Deshalb lässt sich die Route an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Für E-Autos haben die Verantwortlichen etwa 140 Ladestationen entlang der Strecke eingerichtet und eine Karte veröffentlicht, die sehenswerte Tipps in der Umgebung der Stationen enthält.
Gravelbikern stehen knapp 2.500 Kilometer Schotterwege und Nebenstraßen zur Verfügung, die nach Angaben der Veranstalter den großen Trubel umgehen sollen.
Diese Streckenalternative bringt vor allem Freude für den Gaumen. Sie ist eigens auf die Bedürfnisse von Kulinarikfans ausgelegt und macht regionale Spezialitäten direkt vor Ort erlebbar. Die Reisenden sollen die kulinarischen Highlights nicht nur schmecken, sondern auch mehr über die Hintergründe der Spezialitäten erfahren. Mehrere Weinkeller, Ölmühlen und Obstplantagen entlang der Strecke laden zu Besuchen ein und öffnen dafür ihre Türen.
2026-04-08T14:58:35Z